Koreanische Malerin Kim Hyun Jung ARTIST Hyunjung KIM

Dangjin Sinmun | [Nationalmuseum von Korea – Kuratorenabteilung] Nationalmuseum Daegu, Sonderausstellung des Nationalmuseums Daegu „Frauen-Hanbok trifft auf die Moderne“

Kategorie Zeitungen und Online-Artikel Veröffentlicht am 2018.12.06

Das Nationalmuseum Daegu kündigt in dieser Pressemitteilung die Sonderausstellung „Frauen-Hanbok trifft auf die Moderne“ vom 8. Dezember 2018 bis 10. März 2019 an. Die Ausstellung behandelt den Wandel des weiblichen Hanbok von den 1900er bis in die 1970er Jahre. Im Epilog werden zudem Werke der koreanischen Malerin Kim Hyun Jung gezeigt, sodass Besucher Darstellungen von Frauen im Hanbok aus traditioneller und zeitgenössischer Perspektive vergleichend betrachten können.

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„Eine Begegnung mit dem Hanbok im sehnsuchtsvollen Alltag unserer Mütter und Großmütter“

Sonderausstellung des Nationalmuseums Daegu „Frauen-Hanbok trifft auf die Moderne“

Das Nationalmuseum Daegu (Direktor Hong Jin-geun) veranstaltet vom 8. Dezember (Samstag) bis zum 10. März 2019 (Sonntag) die Sonderausstellung „Frauen-Hanbok trifft auf die Moderne“. Die Ausstellung beleuchtet den Hanbok, den Frauen von 1900 bis in die 1970er Jahre im Alltag trugen, sowie die darin verwobenen Geschichten der Frauen aus Daegu. Gezeigt werden rund 150 Objekte und Dokumente, die für ihre jeweilige Zeit typisch sind und die damaligen Trends widerspiegeln – von der Schulkleidung im Hanbok-Stil, die Schülerinnen vor 100 Jahren während der Unabhängigkeitsbewegung trugen, über Samt-(Velours-)Röcke der 1950er Jahre bis hin zu Spitzen-Jeogori und Arirang-Rock-Jeogori-Kombinationen der 1960er und 1970er Jahre.

Im Prolog werden insbesondere Kim Hong-dos „Danwon Pungsokdocheop“ (Schatz Nr. 527) und Shin Yun-boks „Yeosokdocheop“ nebeneinander gezeigt – Werke, die man bislang meist nur aus Schulbüchern kannte. Im Epilog bietet die Ausstellung mit Werken der koreanischen Malerin Kim Hyun Jung zudem die besondere Gelegenheit, Darstellungen von Frauen im Hanbok aus traditioneller und zeitgenössischer Sicht vergleichend zu betrachten. Auch die Begegnung zwischen Hochzeits-Hanbok im Stil der 1950er und 1960er Jahre, geschaffen von der aus Daegu stammenden, weltbekannten Hanbok-Designerin, der verstorbenen Lee Young-hee, und zeitgenössischen Hochzeitsfotos von Frauen aus Daegu und Gyeongbuk verspricht ein bedeutungsvolles Erlebnis zu werden.

Die Ausstellung gliedert sich im Wesentlichen in drei Teile.

Teil 1, „Moderne Frauen wagen den Wandel des Hanbok“, betrachtet die Entwicklung des weiblichen Hanbok in drei Zeitabschnitten (1900er–1920er, 1930er–1940er und 1950er–1970er Jahre). Gezeigt werden nicht nur die für die jeweilige Epoche typischen Hanbok, die Veränderungen in Jeogori-Form und Stoffmaterial verdeutlichen, sondern auch passende Accessoires und zeitgenössische Modemagazine. Höhepunkt dieses Teils ist die „Werkstatt der Mutter“, eine originalgetreue Nachbildung eines Raumes, in dem Frauen in den 1950er und 1960er Jahren ihre Hanbok selbst nähten und trugen – ein Ort, der Erinnerungen und Nostalgie an jene Zeit weckt.

Teil 2, „Frauen-Hanbok wandelt durch das moderne Daegu“, stellt die uns bislang wenig bekannten Frauen des modernen Daegu und die darin eingewobenen Geschichten des Hanbok vor. Auf der Bühne des „Daegu Frauentheaters“ treten fünf Frauen im Hanbok auf, die sich an bedeutende historische Momente Daegus erinnern – etwa die Nationalschulden-Rückzahlungsbewegung und die Unabhängigkeitsbewegung vom 8. März – und die Geschichten jener Zeit erzählen. Vorgestellt werden zudem Fotografien von den führenden Fotografen des modernen Daegu wie Gu Wang-sam, An Wol-san, Park Yeong-dal, Bae Sang-ha, Do Ju-ryong und Jo Sang-min.

Teil 3, „Frauen aus Daegu erzählen vom Hanbok“, präsentiert Geschichten, die sich in den Hanbok und Fotografien der Frauen aus Daegu und Gyeongbuk verbergen. Erzählt werden die kleinen, persönlichen Geschichten hinter den Hanbok der verstorbenen Kwon Bun-sun, Lee Su-eok und Kim Gi-jun. Teil 3 entstand insbesondere durch die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger aus Daegu und Gyeongbuk: Die im Rahmen eines Fotowettbewerbs gesammelten, vergilbten Fotografien aus alten Kleiderschränken verwandeln persönliche Erinnerungen in ein gemeinsames Gedächtnis – ein wertvoller Ort der Begegnung.

Diese Ausstellung, die anhand vielfältiger „Begegnungen“ erzählt wird, bietet die Gelegenheit, angesichts des heute aus unserem Alltag verschwundenen und daher umso wehmütiger vermissten modernen Hanbok an das Erscheinungsbild unserer Mütter und Großmütter sowie die in ihrem Alltag verborgenen Geschichten zurückzudenken. Für die ältere Generation soll sie Sehnsucht und Nostalgie nach jener Zeit wecken, während sie der jüngeren Generation eine besondere Begegnung mit der derzeit beliebten faszinierenden Atmosphäre der Moderne ermöglichen soll.