Koreanische Malerin Kim Hyun Jung ARTIST Hyunjung KIM

EBN | Die Evolution der Kreditkarte neu betrachtet

Kategorie Zeitungen und Online-Artikel Veröffentlicht am 2018.06.04

EBN-Reporter Lee Song-ryeol beschreibt, wie sich die Kreditkarte über ihre ursprüngliche Funktion als reines Zahlungsmittel hinaus weiterentwickelt und zunehmend vielfältige Bedürfnisse erfüllt – von ansprechendem Design bis hin zu Fan-Merchandise. Als Beispiel nennt er die Karte „Kadeu-ui Jeongseok“ von Woori Card, auf deren Kartenplatte das Werk „Gwayubulgeup“ der koreanischen Malerin Kim Hyun Jung abgebildet ist und die in sozialen Netzwerken für ihr schönes Erscheinungsbild gelobt wird.

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In den 1950er-Jahren geriet ein Mann nach dem Essen in einem Restaurant in eine peinliche Lage, weil er kein Bargeld bei sich hatte, um zu bezahlen. Es handelt sich um die Geschichte von McNamara, dem Gründer von Diners Club. Aus dieser Erfahrung heraus soll McNamara die moderne Kreditkarte entwickelt haben.

Rund 70 Jahre nachdem die heutige Form der Karte entstanden ist, erfüllt sie längst mehr als nur ihren ursprünglichen Zweck, das Bezahlen – sie deckt inzwischen vielfältige Bedürfnisse von Finanzkonsumenten ab.

Zunächst erfreut die Karte das Auge ihrer Nutzer. Vermutlich hat jeder schon einmal gehört, dass Kartenformate dem Goldenen Schnitt ähneln sollen. Doch nicht nur das Format, auch das Design selbst erfüllt zunehmend die visuellen Bedürfnisse der Konsumenten.

Unter den heimischen Karten zählt „Kadeu-ui Jeongseok“ von Woori Card zu diesem Trend. Diese Karte, auf deren Plattendesign das Werk „Gwayubulgeup“ der koreanischen Malerin Kim Hyun Jung abgebildet ist, soll als erste Karte der Branche koreanische Schönheit in ihr Design integriert haben.

Die Karte, die über das reine Zahlungsmittel hinaus visuelle und emotionale Zufriedenheit bietet, wird von Kunden, die sie tatsächlich erhalten haben, mit Kommentaren wie „in echt noch schöner“ gelobt und erfreut sich in den sozialen Netzwerken großer Beliebtheit.

(Foto: Die von Woori Card herausgegebene Karte Kadeu-ui Jeongseok. © Woori Card)

Karten dienen auch als Mittel, um die eigene Leidenschaft für Spiele, Filme oder Idols auszuleben. Fans möchten gerne Merchandise-Artikel besitzen, die mit den Dingen zu tun haben, die sie lieben – und auch die Karte selbst kann zu einem solchen Sammlerstück werden.

Hana Card brachte eine Debitkarte zum Nexon-Spiel Dungeon & Fighter (DNF) heraus. Sie zeigt Charaktere, die Spielern aus dem Spiel vertraut sind, und zieht damit die Blicke der Gamer auf sich.

Die Kakao Friends, bekannt aus den KakaoTalk-Emoticons, eroberten bereits einmal die Herzen der Konsumenten, als sie auf die Debitkarten von Kakao Bank übertragen wurden.

Auch die SC First Bank druckt beliebte Marvel- und Walt-Disney-Figuren, die in Korea besonders populär sind, auf ihre Kartenplatten.

Ebenfalls beliebt sind die GD-Debitkarte der IBK Industrial Bank, die Debitkarte der Shinhan Bank mit der Boygroup Wanna One sowie die geplante Debitkarte der Kookmin Bank mit BTS, die kürzlich mit ihrem Erfolg in den Billboard-Charts für Aufsehen sorgten.

Natürlich lassen sich Finanzkonsumenten bei der Wahl ihrer Karte nicht allein von deren Äußerem leiten. Denn eine kurze Recherche in der Informationsflut genügt bereits, um sich über die jeweiligen Vorteile der Karten zu informieren.

Diese Karten erfüllen mit stärkeren und spezialisierten Leistungen im Vergleich zu bisherigen Karten die vielfältigen Bedürfnisse der Konsumenten. Die Karte entwickelt sich rasant weiter – sowohl äußerlich als auch inhaltlich. Man darf hoffen, dass sie so zu einem Ausweg für die schwierige Lage der Kartenbranche wird.

(Foto: Idol- und Filmfiguren auf Kartenplatten. © jeweilige Unternehmen)