Koreanische Malerin Kim Hyun Jung ARTIST Hyunjung KIM

Kollaboration & Projekt · 2014

Genremalerei des 21. Jahrhunderts: Sehando

Jahr
2014
Werk-Nr.
F-0241-1411-03-01

Projektübersicht

Auch ein Ort, an dem die Einsamkeit wohnt, verändert sein Gesicht, wenn jemand zu Besuch kommt.
Derselbe Ort birgt mit der Zeit ganz andere Erinnerungen.

„Sehando“ von Chusa Kim Jeong-hui entstand 1844 während seiner Verbannung auf Jeju, um seinem Schüler Yi Sang-jeok zu danken, der ihm auch in schweren Zeiten unverändert zur Seite gestanden hatte. Ganz im Sinne des Satzes „Erst im tiefsten Winter erkennt man, dass Kiefer und Zypresse als Letzte verwelken“ trägt das Bild das Gefühl einer Verbundenheit in sich, die in einsamen Zeiten umso deutlicher hervortritt.

In diese trostlose Landschaft habe ich die Naesoong-Frauen eingeladen. So wie Jeju, einst ein Ort der Verbannung, heute ein Ort ist, den die Menschen zur Erholung aufsuchen, verwandelt sich auch die einsame Landschaft von „Sehando“ in eine etwas andere Zeit, sobald die Naesoong-Frauen dort zu verweilen beginnen. Diese Arbeit wurde 2014 auf einer internationalen wissenschaftlichen Konferenz über Chusa Kim Jeong-hui und „Sehando“ als Beispiel für die Modernisierung der Ästhetik Chusas vorgestellt. Vielleicht besteht Kunst ja darin, einer alten Einsamkeit neue Menschen und Geschichten hinzuzufügen und so die Landschaft wieder lebendig zu machen.