bnt News | Koreanische Malerin Kim Hyun Jung gibt auf dem NFI-Forum Einblicke in Art Branding für Unternehmen und Industrie
Das Organisationskomitee des Seoul-Sangdae-Forums lud die koreanische Malerin Kim Hyun Jung am 22. April zum „NFI-Forum“ im Textile Center ein, wo sie unter dem Titel „Branding zwischen Kunst und Markt: Strategien, mit Kunst Geld zu verdienen“ einen Vortrag für Unternehmen und Industrie hielt. Kim Hyun Jung betonte, Kunst sei ein Schlüsselwert, der die Unterscheidbarkeit und die Erzählung einer Marke stärke, und stellte Branding-Strategien durch die zeitgenössische Neuinterpretation traditioneller Kunst sowie die Rolle des Künstlers im KI-Zeitalter vor.
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Koreanische Malerin Kim Hyun Jung gibt auf dem NFI-Forum Einblicke in Art Branding für Unternehmen und Industrie
Das Organisationskomitee des Seoul-Sangdae-Forums veranstaltete am 22. April im zweiten Stock des Textile Center das „NFI-Forum“.
Zu diesem Forum wurde die koreanische Malerin Kim Hyun Jung eingeladen, die unter dem Titel „Branding zwischen Kunst und Markt: Strategien, mit Kunst Geld zu verdienen“ einen Vortrag für Vertreter aus Unternehmen, Industrie und Wissenschaft hielt. Der Vortrag war als Gelegenheit angelegt, die Grenzen zwischen Kunst und Industrie aufzulösen und zu beleuchten, wie traditionelle Kunst sich zu einem wettbewerbsfähigen Markenwert auf dem heutigen Markt entwickeln kann. Besonders zahlreich vertreten waren Unternehmensvertreter aus Branchen wie Biotechnologie, Pharma, Food & Beverage und Werbung sowie Beratungsexperten und Hochschullehrende, die reges Interesse zeigten.
Kim Hyun Jung betonte in ihrem Vortrag: „Kunst bleibt längst nicht mehr auf den Bereich der bloßen Betrachtung beschränkt, sondern ist ein Schlüsselwert, der die Unterscheidbarkeit und die Erzählung einer Marke stärkt“, und stellte Branding-Strategien vor, die auf einer zeitgenössischen Neuinterpretation traditioneller Kunst beruhen. Anhand konkreter Beispiele für Kunstkooperationen erläuterte sie anschließend, wie die Verbindung von Unternehmen und Kunst zu Umsatzsteigerungen und einer Erhöhung des Markenwerts führen kann. Zudem erklärte sie, dass es entscheidend sei, den gesamten Prozess – von der Analyse der Markenidentität über Konzeption und Design bis hin zum Marketing – integriert zu gestalten, und dass Unternehmen dadurch Wettbewerbsfähigkeit gewinnen könnten.
Unter dem Leitgedanken „Was koreanisch ist, ist am universellsten“ wurde zudem das Potenzial traditioneller Kunst betont, im Zuge der weltweiten Verbreitung der K-Kultur als unverwechselbarer Inhalt auf dem globalen Markt zu wirken. Insbesondere anhand des Phänomens „Do you know Korea?“ und Beispielen der Hallyu-Verbreitung erläuterte sie, wie Elemente aus koreanischer Kultur, Technologie und Alltag auf dem Weltmarkt bereits als starke Marke funktionieren. Darüber hinaus betonte sie, dass koreanische Ästhetik und Storytelling in diesem Zusammenhang zu einem zentralen Wettbewerbsvorteil im Unternehmensbranding werden können.
Im Vortrag wurden außerdem kreative Ideenfindungsmethoden (SCAMPER, Mindmapping u. a.) sowie Ansätze zur Problemlösung durch künstlerisches Denken vorgestellt. Diese praxisnahen, auf Innovation und Markenstrategie in Unternehmen anwendbaren Methoden stießen bei den Teilnehmenden auf große Resonanz. Zudem teilte sie Einsichten zu Kunst und Branding im KI-Zeitalter. Kim Hyun Jung betonte: „Je weiter die Technologie fortschreitet, desto wichtiger werden die dem Menschen eigene Kreativität und Erzählkompetenz“, und hob die Rolle von Künstlern, die mit KI zusammenarbeiten, sowie deren künftige Wettbewerbsfähigkeit hervor.
Kim Hyun Jung hat sich durch die zeitgenössische Neuinterpretation der traditionellen koreanischen Malerei im In- und Ausland einen Namen gemacht, indem sie zugleich Popularität und künstlerischen Anspruch vereint. Bekannt ist sie vor allem für ihre „Naesoong-Serie“, ein Sittenbild des 21. Jahrhunderts, das das Leben und die Gefühle heutiger Koreanerinnen und Koreaner mit Humor und Satire einfängt. Beginnend mit der Einzelausstellung „Naesoong-Geschichten“ 2013 sorgte sie mit weiteren Ausstellungen wie „Naesoong-Olympiade“ und „Naesoong-Vergnügungspark“ für Aufsehen; bei ihrer Einzelausstellung 2016 verzeichnete sie mit 67.402 Besuchern die höchste Besucherzahl, die je eine Einzelausstellung eines koreanischen Künstlers erreicht hat.
Zudem wurde sie als jüngste Künstlerin zu einer Ausstellung im National Museum of Modern and Contemporary Art eingeladen und richtete im Metropolitan Museum of Art in New York eine Einzelausstellung aus – national wie international ist sie rege aktiv. Derzeit ist sie Werbebotschafterin der Stadt Seoul und wurde 2017 von Forbes in die Liste „30 Under 30 Asia“ aufgenommen. Ihre Werke sind in 25 Schulbüchern für Grund-, Mittel- und Oberschulen abgedruckt, und als „Daenggi-Schwester“ trat sie in der EBS-Sendung „Haeyo Haeyo“ auf – mit Vorträgen, Ausstellungen und über soziale Netzwerke setzt sie sich für die Popularisierung der koreanischen Malerei ein.
Dieser Vortrag zeigte, dass Kunst längst über ein reines Kulturprodukt hinausgeht und zu einem Schlüsselelement wird, das unmittelbar mit der Wachstumsstrategie von Unternehmen verknüpft ist – ein bedeutsamer Anlass, der der gesamten Industrie ein neues Branding-Paradigma vor Augen führte.